Babynamen
Kein Babyname fühlt sich richtig an: Neu suchen, ohne bei null anzufangen
Auch gestrichene Namen können euch weiterhelfen. Macht aus euren bisherigen Reaktionen konkrete Vorlieben und gebt der nächsten Suche eine klare Richtung.
Ihr habt Namen gestrichen, dieselben Listen erneut geöffnet und wisst vielleicht kaum noch, was euch anfangs gefallen hat. Bevor ihr weitere Vorschläge sammelt, nehmt ein paar der aussortierten Namen und fragt genauer: Was hat uns daran angesprochen? Diese Information dürft ihr behalten, ohne den Namen wieder in die Auswahl aufzunehmen.
Die folgende Übung hilft euch, eine Suchrichtung zu formulieren, wenn noch kein Vorschlag überzeugt. Am Ende müsst ihr keinen Namen gewählt haben. Es reicht, genauer sagen zu können, wonach ihr als Nächstes suchen möchtet.
Lest die gestrichenen Namen mit einer neuen Frage
Wählt bis zu fünf Namen, die euch zumindest kurz interessiert haben. Auch ein Name, den ihr schön findet, aber nie vergeben würdet, darf dabei sein. Notiert zuerst, was euch gefiel, und dann, warum er ausgeschieden ist. „Passt nicht“ darf stehen bleiben. Vielleicht lässt es sich aber genauer fassen: die Endung, eine persönliche Erinnerung, die Länge im Schriftbild oder ein Stil, der sich nicht nach euch anfühlt.
| Alter Vorschlag | Das gefiel mir | Darum fiel er weg | Das nehme ich mit |
|---|---|---|---|
| A | Das kurze Schriftbild | So heißt jemand, an den ich nicht erinnert werden möchte | Eine Vorliebe für kurz geschriebene Namen |
| B | Er war mir vertraut | Ich wollte keinen Namen verwenden, den ich schon kenne | Vertrautheit ist mir wichtig; die Regel verdient einen zweiten Blick |
| C | Der klangvolle, ausladende Stil | Im Alltag wünsche ich mir etwas Schlichteres | Vielleicht ein markanter Laut statt eines insgesamt ausladenden Klangs |
Das sind erfundene Reaktionen, keine Bewertungen bestimmter Namen. Wenn ihr einen Vorschlag klar ablehnt, bleibt er gestrichen. Was euch daran angesprochen hat, kann trotzdem die weitere Suche leiten.
Unterscheidet Grenzen, Vorlieben und offene Fragen
Seht euch eure Ablehnungsgründe an. Welche Grenze möchtet ihr behalten? Wo geht es um eine Vorliebe, wo um eine offene Frage? „Diese familiäre Verbindung möchte ich nicht“ kann eine feste Grenze bleiben. „Meist gefallen mir kurze Namen“ lässt eine Ausnahme zu. „Ich weiß nicht genau, was der Name bedeutet“ ist ein Anlass, den einzelnen Namen nachzuschlagen, statt zu raten.
Achtet auf Regeln, die eher nebenbei entstanden sind. Ihr sucht etwas Vertrautes, streicht aber jeden Namen, den ihr schon kennt? Haltet fest, was euch wichtiger ist. Aus der zweiten Regel könnte werden: „Nicht bereits im engsten Umfeld vergeben.“ Das ist eine mögliche persönliche Entscheidung, keine allgemeine Regel darüber, wer einen Namen verwenden darf.
Formuliert einen konkreten Suchauftrag
Vervollständigt drei Sätze: „Uns gefallen …“; „Wir möchten vermeiden …“; „Bei der nächsten Suche sind wir flexibel bei …“. Nutzt eure Notizen. „Etwas Schönes und Besonderes“ lässt vieles offen. „Ein kurz geschriebener Name, der uns vertraut vorkommt; keine enge familiäre Verbindung; der Anfangsbuchstabe ist offen“ gibt der Suche eine Richtung.
Behaltet nur die Bedingungen, die für diese Runde wichtig sind. Nicht jede mögliche spätere Frage muss vorher geklärt sein. Widersprechen sich zwei Wünsche, lockert bewusst einen davon und behaltet den anderen bei. So könnt ihr sehen, welche Möglichkeiten dadurch hinzukommen.
Sucht in einer kleinen Runde und hört dann auf
Wählt eine Quelle für Namen und einen überschaubaren Endpunkt, etwa zwanzig Vorschläge. Behaltet höchstens drei Namen, die ihr noch einmal ansehen möchtet. Notiert zu jedem, was euch neugierig gemacht hat und welche konkrete Frage offen ist. Die Zahlen begrenzen nur die Übung; sie sind keine Formel für eine gute Entscheidung.
Bleibt nichts übrig, startet nicht sofort dieselbe Suche an anderer Stelle. Lest eure Gründe noch einmal. Ist jeder Name aus einem anderen Grund ausgeschieden, braucht ihr vielleicht eine andere Richtung. Hat immer dieselbe Bedingung den Ausschlag gegeben, überlegt vor einer Änderung, wie wichtig sie euch ist. Auch eine Pause ist möglich; legt fest, wann ihr eure Notizen wieder aufgreifen möchtet.
Für den nächsten Schritt darf Interesse reichen
Ein Name darf auf eurer Liste bleiben, ohne dass ihr sicher seid: „Der ist es.“ Möchtet ihr ihn noch einmal hören oder lesen? Lässt sich der verbleibende Einwand konkret prüfen? Ihr müsst euch keinen Namen schönreden, den ihr nicht mögt. Auch diese Übung kann nicht versprechen, dass später Zuneigung entsteht.
Speichert zum Abschluss eure drei Sätze und die Namen, die ihr wieder ansehen wollt. Dort beginnt ihr beim nächsten Mal. Selbst mit einer noch leeren Auswahlliste habt ihr dann einen genaueren Ausgangspunkt als „Keiner davon“.